Aktuelles vom 09. November 2016:

It’s time to say goodbye“ – nach 23 Jahren Lehre und Forschung am Institut für Kulturmanagement, rund 20 Promotionen, 500 Magister- und Masterarbeiten sowie ungezählten Hausarbeiten, Klausuren und mündlichen Prüfungen verabschiede ich mich mit dem Ende des Wintersemesters 2016/17 aus der aktiven Lehre. Nach meiner Tätigkeit als Dramaturg am Frankfurter Theater am Turm und als langjähriger Kulturreferent der Universitätsstadt Marburg begann ich am 1. August 1994 als Professor für Kulturmanagement und Kulturwissenschaften an der PH Ludwigsburg in direkter Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Hannes Rettich, dem Herausgeber der berühmten Kunstkonzeption des Landes Baden-Württemberg. In den ersten Jahren des damals noch jungen Hochschulfaches Kulturmanagement ging es vor allem darum, den Aufbau-Studierenden aus dem In- und Ausland zu vermitteln, die Dinge richtig zu tun, das heißt, Praxiswissen zu entwickeln und in Lehrbücher zu fassen, etwa zum Projektmanagement, zum Kulturmarketing, zur Pressearbeit oder zum Controlling. Mehr und mehr drängte sich allerdings die Frage auf, ob wir noch die richtigen Dinge tun, das heißt, ob das vorhandene Praxiswissen ausreicht, um insbesondere den öffentlichen Kulturbetrieb gegenüber den erstarkenden kommerziellen Kulturanbietern konkurrenzfähig zu halten. Aus diesen Überlegungen resultierte zunächst das sachlich orientierte Lehrbuch „Der exzellente Kulturbetrieb“ (erste Auflage 2007), fünf Jahre später der polemische Essay „Der Kulturinfarkt“ (2012, zusammen mit Dieter Haselbach, Stephan Opitz und unserem Schweizer Kollegen Pius Knüsel), der heftige Diskussionen nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland auslöste. Fünf Jahre nach dieser Veröffentlichung knüpfe ich daran bei meiner öffentlichen Verabschiedung am 18. Januar 2017 im Theaterbaus Stuttgart an, die den Titel trägt: Bypass – Kultur nach der Subvention! Sie sind herzlich eingeladen, Eintritt frei

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